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Policy Brief zum Tankrabatt

Policy Brief | Ausgabe 16 | 16. Juni 2026


Auslaufen des Tankrabatts richtig - nun die strukturelle Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsebene konsequent fortsetzen

Der Tankrabatt wurde zu einem großen Teil, aber nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Zudem fiel die Weitergabe je nach regionaler Lieferstruktur unterschiedlich aus – ein Hinweis auf strukturelle Wettbewerbsprobleme auf der Raffinerie- und Großhandelsstufe. Die Monopolkommission begrüßt das Auslaufen des Tankrabatts und empfiehlt, die entsprechenden Bemühungen des Bundeskartellamts fortzusetzen. Unsere Empfehlungen:

  1. Auf Eingriffe in die freie Preisbildung wie den Tankrabatt sollte zukünftig verzichtet werden, weil sie teuer sind, asymmetrisch entlasten, nur unvollständig weitergegeben werden und knappheitsbedingte Preissignale dämpfen.
  2. Das Bundeskartellamt sollte das begonnene Verfahren nach § 32f GWB auf Basis der ihm zur Verfügung stehenden Instrumente und Daten mit Nachdruck fortführen.
  3. Die durch die 12. GWB-Novelle geplante Übermittlung von Kraftstoffpreisen der Großhandelsebene sollte so adjustiert werden, dass Fokus und Angemessenheit der Datenerhebung sichergestellt sind.

Sie finden den Policy Brief ab sofort hier zum Download: Policy Brief zum Tankrabatt

 

Pressemitteilung: Erste Daten zum Tankrabatt zeigen weitgehende Weitergabe, strukturelle Wettbewerbsprobleme bleiben bestehen

Bonn, 12. Mai 2026


Die Monopolkommission hat die erste Woche nach Einführung des Tankrabatts ausgewertet. Die ersten Daten deuten darauf hin, dass die Steuersenkung nach anfänglicher Verzögerung inzwischen weitgehend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wird. Zugleich sprechen die Daten dafür, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien bereits vor dem Tankrabatt teilweise systematisch erhöht waren. Das ist konsistent mit fortbestehenden Wettbewerbsproblemen auf der deutschen Großhandelsebene. Ab dem 20. Mai 2026 veröffentlicht die Monopolkommission dazu täglich aktualisierte Auswertungen auf ihrer Webseite. Ein ausführlicher Policy Brief folgt im Juni 2026. Hier die ersten Befunde in Kürze:

  1. Tankrabatt: In den ersten Tagen nach dem 1. Mai wurde die Steuersenkung von 16,7 Cent zunächst nur unvollständig weitergegeben. Im Lauf der ersten Woche näherten sich die Preise jedoch der vollständigen Weitergabe an.
  2. 12-Uhr-Regel: In der ersten Woche nach Einführung der täglichen Beschränkung von Preiserhöhungen ab dem 1. April vergrößerte sich der Preisabstand zwischen Deutschland und Frankreich zunächst deutlich. Nach rund einer Woche ging dieser Unterschied jedoch wieder auf sein vorheriges Niveau zurück.
  3. Marktstruktur: Der überproportionale Preisanstieg in Deutschland ist vor allem auf der Großhandelsebene entstanden, während der Tankrabatt auf Einzelhandelsebene inzwischen weitgehend weitergegeben wurde.

Weiterlesen...

Pressestatement zum Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetz

Bonn, 08. Mai 2026


Dass der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz in der Fernwärme weiterhin eine wichtige Säule der Wärmeversorgung sieht, ist richtig. Aber wer Fernwärme politisch stärkt, darf die bestehenden Wettbewerbsprobleme im Fernwärmemarkt nicht ignorieren. Sonst droht, dass ein Markt mit lokalen Monopolstrukturen weiter an Bedeutung gewinnt, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend geschützt werden. Die Monopolkommission hat dafür konkrete Vorschläge vorgelegt: am wichtigsten sind eine verpflichtende Preistransparenzplattform und eine unbürokratische Preisobergrenze. Außerdem sollte der Markt insgesamt wettbewerblicher strukturiert werden, indem Dritten Netzzugang gewährt wird, Wegerechte in wettbewerblichen Verfahren vergeben werden und durch eine Reform der WärmeLV in Mietshäusern ein Level Playing Field der Heiztechnologien geschaffen wird. Diese Reformen sind keine Ergänzung am Rand, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine stärkere Rolle der Fernwärme auch wettbewerblich überzeugend ist. Die Stärkung der Fernwärme muss deshalb zwingend mit einer klaren wettbewerbspolitischen Flankierung verbunden werden.

Policy Brief zum Tankrabatt

Policy Brief | Ausgabe 16 | 16. Juni 2026


Auslaufen des Tankrabatts richtig - nun die strukturelle Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsebene konsequent fortsetzen

Der Tankrabatt wurde zu einem großen Teil, aber nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Zudem fiel die Weitergabe je nach regionaler Lieferstruktur unterschiedlich aus – ein Hinweis auf strukturelle Wettbewerbsprobleme auf der Raffinerie- und Großhandelsstufe. Die Monopolkommission begrüßt das Auslaufen des Tankrabatts und empfiehlt, die entsprechenden Bemühungen des Bundeskartellamts fortzusetzen. Unsere Empfehlungen:

  1. Auf Eingriffe in die freie Preisbildung wie den Tankrabatt sollte zukünftig verzichtet werden, weil sie teuer sind, asymmetrisch entlasten, nur unvollständig weitergegeben werden und knappheitsbedingte Preissignale dämpfen.
  2. Das Bundeskartellamt sollte das begonnene Verfahren nach § 32f GWB auf Basis der ihm zur Verfügung stehenden Instrumente und Daten mit Nachdruck fortführen.
  3. Die durch die 12. GWB-Novelle geplante Übermittlung von Kraftstoffpreisen der Großhandelsebene sollte so adjustiert werden, dass Fokus und Angemessenheit der Datenerhebung sichergestellt sind.

Sie finden den Policy Brief ab sofort hier zum Download: Policy Brief zum Tankrabatt

 

Pressemitteilung: Erste Daten zum Tankrabatt zeigen weitgehende Weitergabe, strukturelle Wettbewerbsprobleme bleiben bestehen

Bonn, 12. Mai 2026


Die Monopolkommission hat die erste Woche nach Einführung des Tankrabatts ausgewertet. Die ersten Daten deuten darauf hin, dass die Steuersenkung nach anfänglicher Verzögerung inzwischen weitgehend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wird. Zugleich sprechen die Daten dafür, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien bereits vor dem Tankrabatt teilweise systematisch erhöht waren. Das ist konsistent mit fortbestehenden Wettbewerbsproblemen auf der deutschen Großhandelsebene. Ab dem 20. Mai 2026 veröffentlicht die Monopolkommission dazu täglich aktualisierte Auswertungen auf ihrer Webseite. Ein ausführlicher Policy Brief folgt im Juni 2026. Hier die ersten Befunde in Kürze:

  1. Tankrabatt: In den ersten Tagen nach dem 1. Mai wurde die Steuersenkung von 16,7 Cent zunächst nur unvollständig weitergegeben. Im Lauf der ersten Woche näherten sich die Preise jedoch der vollständigen Weitergabe an.
  2. 12-Uhr-Regel: In der ersten Woche nach Einführung der täglichen Beschränkung von Preiserhöhungen ab dem 1. April vergrößerte sich der Preisabstand zwischen Deutschland und Frankreich zunächst deutlich. Nach rund einer Woche ging dieser Unterschied jedoch wieder auf sein vorheriges Niveau zurück.
  3. Marktstruktur: Der überproportionale Preisanstieg in Deutschland ist vor allem auf der Großhandelsebene entstanden, während der Tankrabatt auf Einzelhandelsebene inzwischen weitgehend weitergegeben wurde.

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Pressestatement zum Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetz

Bonn, 08. Mai 2026


Dass der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz in der Fernwärme weiterhin eine wichtige Säule der Wärmeversorgung sieht, ist richtig. Aber wer Fernwärme politisch stärkt, darf die bestehenden Wettbewerbsprobleme im Fernwärmemarkt nicht ignorieren. Sonst droht, dass ein Markt mit lokalen Monopolstrukturen weiter an Bedeutung gewinnt, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend geschützt werden. Die Monopolkommission hat dafür konkrete Vorschläge vorgelegt: am wichtigsten sind eine verpflichtende Preistransparenzplattform und eine unbürokratische Preisobergrenze. Außerdem sollte der Markt insgesamt wettbewerblicher strukturiert werden, indem Dritten Netzzugang gewährt wird, Wegerechte in wettbewerblichen Verfahren vergeben werden und durch eine Reform der WärmeLV in Mietshäusern ein Level Playing Field der Heiztechnologien geschaffen wird. Diese Reformen sind keine Ergänzung am Rand, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine stärkere Rolle der Fernwärme auch wettbewerblich überzeugend ist. Die Stärkung der Fernwärme muss deshalb zwingend mit einer klaren wettbewerbspolitischen Flankierung verbunden werden.

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